Piratenpartei - Kreisverband Berchtesgadener Land

Heimatmuseum als Hartz-IV Museum

 

Nach zehn Jahren Diskussion um ein Konzept für das Stadtmuseum, das nach seiner Renovierung mehrere Jahre unbenutzt herumstehend nun schon wieder erste Zerfallserscheinungen zeigt, haben sich einige Piraten der Stadt grundlegende Gedanken gemacht. Im folgenden Entwurf wird daher abgehoben vom üblichen Marketinggeblubber eine Lösung für das Museum skizziert und aus tieferen Problemzonen der Stadt heraus begründet.

 Zu Jahresbeginn verkündete das Magazin Focus, dass in einer Rangliste von 387 Landkreisen unser Berchtesgadener Land den Platz 271 belegt. Das durchschnittliche Einkommen ist mit 20.556 Euro etwa 20 Prozent niedriger als beispielsweise in Rosenheim auf dem neunten Rang. Ähnlich verhält es sich mit dem Anteil der Minijobber und anderen Kennzahlen. Wenn die Reichenhaller Tafel soeben meldete, dass sie mehr als 2.000 Menschen versorgt, wird das Bild rund. 

Wir Piraten stellen nun in Frage, ob man mit noch einem Leuchtturmprojekt sich quasi selbst am Schopf aus dem Sumpf ziehen kann. Nachdem das mit der Therme nicht so recht läuft, wird es da ein Hotel richten?

 In Zukunft geht es nach unserer Einschätzung eigentlich darum, das Soziale als wesentlichen Teil der Identität einer Stadt zu thematisieren und sogar produktiv zu nutzen  – und nicht nur weiter vergeblich zu hoffen, bereits sozialen Attitüden entfallende Brosamen würden nachhaltige Verbesserungen anstoßen.

In Bad Reichenhall konzentriert man sich seit knapp zehn Jahren auf ein Museumskonzept und schafft es damit, die Exponate unserer Heimat ein Jahrzehnt lang einer ganzen Jugendgeneration zu entziehen. Wir Piraten schlagen deshalb vor, in einer sicherlich eigenwilligen Aktion in der Tradition von Marcel Broodthaers das Museum unverzüglich als öffentliche Einrichtung zu nutzen, um angebliche Wahrheiten zu hinterfragen. Wir könnten eine traditionell „an Salz reiche Stadt” nicht nur auf der Woge des Wohlstandes, sondern als Ringen Einzelner um ihre Existenz präsentieren. Rudolf Stumberger schlug im Frühjahr in einem Telepolis-Artikel sogar den Ansatz für ein „deutsches Museum der neuen Armut” vor.

 Was könnte man in diesem Museum sehen? Im Eingangsbereich vor einer Wand mit Bild-Titeln wie „Macht Hartz faul” könnte man die Schuhe Gerhard Schröders oder eine Armbanduhr von Peter Hartz exponieren, um so eine affektive Aufladung des Themas zu erzeugen. Ein notwendig zu begehendes Labyrinth, aufgebaut aus aufgestapelten Gerichtsakten und tapeziert mit Bewerbungsschreiben von Besuchern  könnte weiter dazu beitragen. In nächsten Abteilungen könnte man im Schwerpunkt „Glück und satt für 2 Euro am Tag!” Kochbücher und Rezepte aller Zeiten gegenüberstellen.  Hier böte sich zur Intensivierung der Eindrücke auch die Gestaltung einschlägiger Kochkurse an, natürlich authentisch von Hartz-Beziehern durchgeführt. In einer Art Peep-Show könnte man sich von je ausgewählten Langzeit-Arbeitslosen in 5 Minuten die Lebensgeschichte erzählen lassen. Es sollte Angebote geben, bei denen  in Rollenspielen charakteristische Begebenheiten aus dem Jobcenter nachgespielt und als Videoclips im Internet verbreitet werden. Geschickt eingefädelt könnte ein solches Museumsprojekt auch tatsächlich eine Aktivierung der pfiffig eingebundenen Hartzer motivieren und sich auch aus den Kontakten in der Museumsarbeit könnten sich für einzelne Karrieren günstige Zusammentreffen mit „Investoren” ergeben.

 Mit Sonderausstellungen wie aktuell „Griechenland” könnte das Museum eine internationale Perspektive auf die dargestellte Problematik implementieren. Zur Repräsentanz von authentischen Strukturen könnte man solche Aktionen zum Anlass nehmen, das etwas dünne Portefeuille  Bad Reichenhalls mit Städtepartnerschaften in naher Zukunft etwas anzureichern.

 Ein „deutsches Museum der neuen Armut” wäre also durchaus geeignet,  das allgemein vorgebrachte Anliegen zu realisieren, nicht nur ein teures Depot für alte Sachen bereitzustellen. Mit diesem Konzept wäre auch sichergestellt, dass es in einer Zeit, die geprägt ist von wachsender Ungleichheit überall auf der Welt, kaum an Aktualität einbüßen wird und sich geradezu zu einem Zentrum und Thinktank für innovative Gedanken zur  Aufarbeitung und Lösung aktueller Problem auch mit erheblichem touristischem Potenzial entwickelt.​

Am 20.5.2017 haben in drei Parteitagen die beiden Kreisverbände Berchtesgadener Land und Traunstein je beschlossen einen gemeinsamen Kreisverband Berchesgadener Land - Traunstein zu gründen und haben das mit einem dritten Gründungsparteitag auch gleich getan.


Im neuen Verband ist der:


1. Vorsitzende Martin Schön

2. Vorsitzende Martina Wenta

Schatzmeisterin Dorothea Beinlich

Beisitzer: Julian Traublinger, Johannes Schmidt

In der konstituierenden Vorstandssitzung wurden eine GO festgelegt und Formalien zur inneren Organisation besprochen.

Ebenso wurde eine inhaltliche Vorgehenswiese skizziert, mit der all die Intellektuellen, denen politische Arbeit zu dreckig ist und die sich pikiert zurückgezogen haben, zu einem Engagement herausgefordert werden - weil sonst halt gar nix passiert.


Wir werden demnächst dazu berichten.

Martin Schön

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Eine einzigartige Dokumentation, wie sich Freifunk als preiswerteste unkomplizierteste Möglichkeit für einen allgemeinen, freien Zugang zu Wissen und Information im Internet ausbreitet - mit Unterstützung von Stadtverwaltungen, Gewerbevereien, aller Parteien, von Freiwilligen Feuerwehren, von einzelnen Unternehmern - um Plätze, Cafés, Unterkünfte  und Wartebereiche mit freiem Internet zu versehen finden Sie hier!

In vielen Räten auch zum Beispiel hier in Bad Reichenhall wird gegenwärtig die Gefährdung der Bürger durch möglicherweise gefährliche Strahlungen diskutiert. Dies führt zum Stillstand jeglichen von Digitalisierung angetriebenem Fortschritt. Es werden zwar aus Kostengründen viele Dienstleisungen und Service auf das Internet verlagert, den Aufwand dazu, sollen aber die Bürger bitte selber tragen. Freifunk böte gegenüber allen anderen Lösungen immense Kostenvorteile und würde zur MINT-Bildung allenthalben beitragen können ... aber irgendwjemand muss sich ja eine goldene Nase mit der neuen Technik verdienen ...

Jedenfalls die Bürger haben offensichtlich weniger Bedenken - hier die aktuellen Zugriffe - in der Spitez bis 120 Geräte gleichzeitig - auf einen einzigen Freifunkrouter auf unserem Reichenhaller Rathausplatz mit Weihnachtsmarkt- vielen Dank an Hünns Restaurant, über deren Anschluss (10 Mb/s) wir das Angebot nur realisieren können:



  

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Lokale Info online: untersberger.info - heimatzeitung.de (AÖ, TS, BGL) - Bayernwelle - Tagblatt- bgl24 - gradraus

 

offene Kommune BGL  - nicht Piraten spezifischer- Vorschlag für Elektronisches Diskutieren von Perspektiven für unseren Landkreis

Piraten sind vor allem interessiert daran, den Beteiligungsgrad und die Beteiligungsmöglichkeiten von Bürgern an politischen Entscheidungen zu verbessern.

Wir gehen bestätigt von allen aktuellen psychologischen Ergebnissen davon aus, dass politische Entscheidungen im Wesentlichen geprägt sind, von der Interessenlage der Entscheidenden.

Bei uns Piraten im BGL lernen Sie, intelligente Fragen aus ganz unterschiedlichen Interessenlagen zu stellen.  Wir interessieren uns aber auch, wenn Sie Fragen oder Anregungen haben. Wenn Sie das spannend finden, nehmen Sie zu uns am besten direkt Kontakt auf:

Piraten im Berchtesgadener Land

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Hinweise

 Was haben die Piraten eigentlich erreicht:

In Deutschland - in Europa -  

Was machen die Piraten in den Parlamenten, in denen sie vertreten sind?  

Parlamentsspiegel 

Antragsarchiv Kommunalparlamente

Bezirkstag  Oberbayern

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Es gibt so wunderbare Ideen von wunderbaren Menschen, die es nie in irgendein Parlament schaffen. Piraten wollen ja zuhören und Fragen stellen.

Wir nehmen das Wort Volksvertreter wörtlich und geben Dir mit dieser Website die Möglichkeit, Deine Ideen in Dein Parlament zu bringen:

OPENANTRAG.DE

Basisentscheidportal für aktive Mitglieder

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Pressespiegel  zur Piratenpartei

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Nachbarn und Metropole: Piraten Crew Salzburg bzw  Homepage

 

 

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